information breakfast für das Klinik-Management

Die Archivlösung von Wildeshausen


Hubert Bartelt,
Verwaltungsdirektor


Das zweite Information Breakfast in diesem Jahr führte uns in die Kreisstadt des niedersächsischen Landkreises Oldenburg, nach Wildeshausen. Das gastgebende Krankenhaus Johanneum – dessen Geschichte bis ins Jahr 1873 reicht – ist seit 2002 eines von insgesamt acht Häusern im „Katholischen Klinikverbund Weser-Ems“.
Das KH Johanneum - mit den med. Disziplinen Chirurgie, Innere, HNO-Heilkunde, Intensiv, Gynäkologie/Geburtshilfe und Urologie -  ist ein modernes, leistungsfähiges Allgemeinkrankenhaus mit 5.500 stationären Aufnahmen im Jahr und im Gesundheitsnetz „Wildeshauser Gest“ organisiert, einem Zusammenschluss des Johanneum mit Haus- und Fachärzten der Region.

Gezeigt wurde den rund 20 Teilnehmern die erst im letzten Jahr realisierte DMI-Archivlösung, sowie die Integration in die bestehende, hausinterne IT-Struktur (KIS: medico//s von SIEMENS). Vor der Partnerschaft mit DMI lagerten die Patientenakten verteilt auf zwei Archivräume; die jeweils abgeschlossenen letzten Jahrgänge wurden mikroverfilmt.
Die Probleme, die eine rein analoge Archivierung mit sich bringt, sind bekannt und längst nicht nur ein Thema in Wildeshausen: Keine EDV-Archivverwaltung, manuelle Aktenverfolgung und vor allem zu kleingewordene Archivräume – Themen, die heute in Wildeshausen keine mehr sind.

In Wildeshausen entschied man sich für Hybride Dokumentenverarbeitung, rückwirkend bis 2001, seit 2008 wird laufend hybrid verarbeitet. Das heißt die Patientenakten genannter BH stehen dem legitimierten medizinischen Personal digital zur Verfügung und können direkt und von Station aus eingesehen werden (der Zugriff erfolgt aus dem KIS mit Archivlink in das DMI Archiv-Verwaltungs-Programm „AVP“). Hier kann der Arzt komfortabel und lückenlos in der digitalen Patientenakte „blättern“, ohne diese zuvor im Archiv zu beantragen und gänzlich unabhängig von irgendwelchen Feiertagen oder sonstigen Archivöffnungszeiten. Er muss nicht mal seinen Arbeitsplatz verlassen. Als Back-up und für den Fall der Fälle werden die Patientenakten zusätzlich - migrationsfrei und revisionssicher - mikroverfilmt (die analoge Mikroverfilmung geschieht im DMI-Dienstleistungscentrum parallel zur Digitalisierung).

Obwohl „unsere“ Partnerschaft erst im Spätsommer 2008 begann – das digitale Archiv hat den medizinischen Arbeitsalltag stark verändert. Mussten früher die Patientenakten von Hand und ohne EDV-Unterstützung im überfüllten Archiv herausgesucht und auf Station gebracht werden, reichen heute wenige Klicks im PC.

Das konventionelle Archiv im KH Wildeshausen war gestern, heute ist das Johanneum digital. Hier wird die Akte eingebucht, Dr. Abel zeigt den Zugriff am med. Arbeitsplatz (rechts unten)